Regenbogen Kindergarten – Die Rutsche ist der Notausgang

Am 01.09.2020 besuchten der Fraktionsvorsitzende Lothar Kemmerzell und unser Ratskandidat im Wahlkreis 6, Mattis Barske, den Regenbogen Kindergarten in Wiehagen.
Die Leiterin Beate David war so nett, ihnen die Einrichtung zu zeigen.
Es gab viele positive Eindrücke, aber auch einige unfassbare Zustände.
Diese sind eine Folge des Investitionsstaus der letzten Jahre.

Auffällig waren vor allem die sehr veralteten Toilettenanlagen. Diese sind nicht wirklich kindgerecht. Die Waschbecken sind vor allem für die Kinder unter drei Jahren nicht alleine zu benutzen. Der Boden vor dem Becken ist extrem rutschig, obwohl er bei der Besichtigung weder feucht oder gar nass war.
Beate David: „Wir können die Kinder nicht alleine zur Toilette gehen lassen. Es ist einfach zu gefährlich. Die Kinder könnten stürzen und auf scharfe Kanten stoßen. Zum Teil haben die Kinder sogar Angst vor den Räumen.“
Ein Toilettenraum kann gar nicht genutzt werden. Gerade zur Corona Zeit wäre ein zweiter Toilettenraum nötig, um die Trennung zu gewährleisten.

Die Toilettenanlage

Auch die Situation um das tägliche Mittagessen ist schwierig, da immer mehr Kinder über Mittag in der Einrichtung bleiben und mit Mittagessen versorgt werden. Hier müssen Änderungen durchgeführt werden. 
Es ist eindeutig zu erkennen, dass hier seit Jahren keine große Renovierung stattgefunden hat. Ich werde mich in Zukunft stark dafür einsetzen, dass diese kommunale Einrichtung wieder auf Vordermann gebracht wird. Für die Familien in Wiehagen ist diese Einrichtung sehr wichtig. Es müssen alle Möglichkeiten diskutiert werden, um eine optimale Lösung zu finden.„, so Kandidat Mattis Barske.

Alles in Allem leistet das Team trotz der Umstände hervorragende Arbeit und die Kinder kommen gerne in den Kindergarten.
Das kann auch der Wahlkreiskandidat Mattis Barske bestätigen. „Ich durfte die Einrichtung letztes Jahr im Rahmen eines achtwöchigen Praktikums kennen lernen. Die Mitarbeiterin arbeiten täglich zu hundert Prozent. Es war mir ein großes Vergnügen, die Zeit dort zu verbringen.

Man muss dem gutem Team um Beate David ein großes Lob aussprechen, vor allem in der schwierigen Corona Zeit.

Lothar Kemmerzell war sehr überrascht, dass die Kommune als Träger in einem Gruppenraum die sehr steile Rutsche, die man sehr gut von der Wickeder Straße sehen kann, installiert hat. Er hatte gedacht, dass es sich hier um eine Rutsche zum Spielen handelt. Aber sie ist lediglich der Notausgang im Brandfall. Die Kinder haben Angst hiervor. Wie sich das in einer Stresssituation wie einem Brand auswirkt, kann man sich sicherlich vorstellen. Vor allem bei den Kindern unter drei Jahren. Beate David sprach sich für eine Rettungstreppe aus, ähnlich wie im Max und Moritz Kindergarten in Echthausen.

Die Rutsche ist nur der Notausgang